Adieu! Drei Monate sind vergangen, seit wir im „winterlichen“ Buenos Aires angekommen sind. Jetzt bewegen wir uns in den Straßen wie alte Hasen, die Bäume sind grün und es ist kaum zu fassen, wie schnell die Zeit doch verging. Der Blog half und hilft uns sehr, um die ganzen Erlebnisse in der richtigen Reihenfolge in Erinnerung zu halten.
Nach der Verabschiedung von Anne und Korbi lassen wir uns zum Flughafen ubern, die Reise wird schließlich lang genug.
Letzte Empanadas am Flughafen
Nach einem etwas rumpeligen Start um ein Gewitter herum geht’s über die Wolken….
….und den Montblanc (mit seinen sehr überschaubaren 4800m, niedlich)….
….zurück nach Hamburg, wo wir mit einem anderen, sehr bekannten und sehr roten, Bulli abgeholt wurden.
Das war’s. Gerne wieder. Danke für eure Aufmerksamkeit ❤
Das Freedom Hostel ist eigentlich ganz cool, mitten in der Stadt gelegen und relativ günstig. Allerdings haben die Betten mal wieder eine Kuhle (aber das ist ja Normalzustand), ansonsten sind wir ganz zufrieden. Zum Frühstück gibt es sogar so eine Art Müsli zur Auswahl!
Samstag, 21.9.
In Rosario gibt es eine Promenade, an der wir entlangspazieren und uns den Tag mit Essen und Gucken vertreiben. Es gibt Burger von einem Streetfoodwagen und wir besuchen einen Markt in einer Halle, wo ganz viel Handgemachtes verkauft wird. Martin kauft sich endlich sein argentinisches Portemonnaie (ohne Münzfach. Bonze.) und ich entdecke ein paar Geschenke und ein kleines Schnabeltier, an dem ich einfach nicht vorbeigehen kann.
In Rosario wurde die argentinische Flagge erfunden. Das dazugehörige Monument ist ausgesprochen pompös, kann man sich mal anschauen.
Nachmittags fahren wir weiter zu einem Campingplatz am Fluss Parana. Das Ehepaar, das den Platz instand hält, unterhält sich direkt nett mit uns und ich versuche in meinem krummen Spanisch zu erklären, wo wir herkommen, wo wir noch hin wollen und überhaupt. Der Mann fragt mich dann, ob wir vielleicht ein paar Euros haben, denn er sammelt Münzen. Ich schaue nach und finde noch Münzen, von denen ich ihm je eine 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent Münze überlasse. Wir fragen uns kurz, ob das ein Trick war, aber es wirkte überhaupt nicht so und unser Eindruck bestätigte sich dann, als er uns danach nagelneue Pesomünzen brachte, die er uns wiederum schenkte. Natürlich sind die nicht so viel wert, wie die Euromünzen, aber irgendwie haben wir ihm trotzdem geglaubt und manchmal muss man auch einfach mal in das Gute in anderen Menschen glauben. Abgesehen davon hat uns das auch wirklich nicht arm gemacht.
Als wir noch kurz für unser letztes Asado einkaufen, begegnen wir einem Señor Krause. Ihm gehört der kleine Laden, in dem wir Salat und Würstchen fürs Grillen holen. Er erzählt uns, dass sein Vater oder Großvater Deutscher war und daher der Name übriggeblieben ist. Er selber spricht aber leider kein Deutsch.
Wir genießen einen tollen Ausblick auf den Fluss und unser letztes Mal selber grillen in Argentinien. Ein bisschen wehmütig werden wir in dem Moment schon – bald sind wir wieder zuhause. ABER: Bald sind wir wieder zuhause!! Und sehen all unsere Lieben wieder! Und das macht es dann doch gar nicht so schwer, sich auf das Ende der Reise auch ein bisschen zu freuen.
Sonntag, 22.9. Am nächsten Morgen geht es weiter – wir wollen auf dem Rückweg noch mal kurz bei Cris vorbeifahren. Dort konnte man entspannt campen und es passt von der Distanz nach Buenos Aires. Und ganz in der Nähe gibt es noch jemanden einzusammeln…