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Von warmen Wüsten, windigem Wasserloch und waldigen Weiten

Los geht’s am Morgen gen Süden, nachdem wir uns noch mit 15 kg Obst und Gemüse, viel Wasser und sonstigem eingedeckt haben, um etwas autarker Campen zu können. Weinfelder erstrecken sich das ganze Tal entlang, die Sonne scheint. Auf unserem Weg nehmen wir noch etwas Kultur mit und besuchen die Ruinen der Siedlung der Quilmes. Diesem unrühmlich ausgerotteten Stamm indigener Ureinwohner wird heute durch eine nach ihnen benannte Stadt und ein landesweit sehr verbreitetes, leckeres Bier gedacht.

Die Ruinen der einstigen Siedlung/Festung sind sehr eindrucksvoll, im Besucherzentrum gibt es neben Fundstücken auch einen etwas pathos-triefenden Film, in dem die Spanier nicht gut wegkommen.

Kein Spanier, also sympathischer:

Wir verlassen das Tal gen Osten über einen weiteren schönen Pass, der aber nicht mal 3000m üNn erreicht, ganz überschaubar. Die Landschaft wechselt dabei von Wüste auf Schottland: grün, aber ohne Bäume und mit kaltem Wind.

Ein kleiner Stausee soll uns als Nachtlager dienen, aber da es dermaßen pustet fahren wir direkt weiter.

Hinter dem Stausee windet sich die Straße talwärts durch….Urwald. Plötzlich ist alles baumbewachsen, es wird wärmer und feuchter. Irre, nach Tagen in der Wüste. Sieht man auch schön von oben.

1500 Höhenmeter später finden wir abseits der Straße einen tollen Spot am Fluss: ruhig, geschützt, mit Feuerstelle. Pfadfindertauglich.

Wir fühlen uns genötigt, den Tag mit ein paar Pfadfinderliedern zu ehren. Einer vorherigen Zusage folgend lernt Martin jetzt auch endlich Gitarre spielen – zumindest bis seine zarten Fingerchen verschlissen sind.

Morgens ist es kallllllllt und grau, statt den Tag hier zu vertüdeln (siehe: Großeinkauf) fahren wir dann doch weiter nach Termas de Hondo, denn da ist der Name Programm. Dafür ist die Landschaft flach, langweilig und vom Zuckerrohranbau geprägt.

Morgenroutine: