Dienstag, 30.7.
6 Uhr, der Wecker klingelt. Fühlt sich fast an als sei man Arbeitnehmer. Brrrr. Dieser unschöne Gedanke wird von einem Kaffee und der neu aufgeflammten Reisevorfreude glücklicherweise schnell weggeschoben. Um 0645 zockeln wir zum Flughafen. Dienstagmorgen, es ist komplett voll. Wozu zahlen wir die 2€ Parkgebühr, wenn es keinen freien Parkplatz gibt?
Egal. Martin hält illegal, Tine sammelt flott Tori und Til ein. Fällt nicht weiter auf, das machen hier anscheinend alle so.

Wir wissen aus Erfahrung was nach 15h Reise gut ist: ein Frühstück, den Blick über die Stadt schweifen lassen, Siesta.
Nachmittags sind die Kräfte ausreichend regeneriert, um sich in die Stadt zu stürzen. Cambio Cambio Cambio (Geld wechseln), Präsidentenpalast angucken, einkaufen – reicht erstmal, die Reizüberflutung am ersten Tag ist immens. Abendessen, grobe Zeitplanung der nächsten Tage, ab in die Falle!

Mittwoch, 31.7.
Dinge, die man in Argentinien braucht: Bargeld, Skateboard, Schuhe, Zelt, Matebecher, saubere Wäsche, kühlen Kopf.
9 Uhr: all das haben wir nicht.
9 Uhr 30: der letzte Punkt ist für Til und Martin abgehakt, dank Dachpool. 8°C bei Luft und Wasser (höchstens) sorgen für kurzes Schwimmvergnügen, aber der Pool ist ja schließlich auch bezahlt! Tine und Tori machen Rooftop-Yoga, nachdem sie sich ausreichend über die männlichen Äußerungen ob der Kälte amüsiert haben.


10 Uhr 30: wir zockeln los, bewaffnet mit nem Kubikmeter Dreckwäsche. Waschsalons gibt es an jeder Ecke. Nur hier nicht, wir müssen ganze 3 Ecken weit laufen. Mit App und Dolmetscher klappt die Kommunikation zwischen der asiatischen Angestellten und uns – geeint durch einen geringen spanischen Wortschatz.
11 Uhr: ab in die Bahn. Das Bezahlsystem mit Prepaid-Karte und Drehkreuzen an den Bahnhöfen funktioniert super. Ein Einzelticket kostet etwa 40 Cent, die Züge sind teils modern, alles ist recht sauber. Eine gute Wahl, um die Innenstadt zu erkunden.
Um unabhängig zu sein wechseln TnT wenige hundert € in Pesos. Die offiziellen Wechselstuben sind dabei zu bevorzugen, als Tourist droht man bei den diversen herumstehenden Geldwechslern übers Ohr gehauen zu werden.
Nächster Punkt abgehakt!
Um 1230 hat Til sein Board und ist glücklich. Die Outdoorläden in Downtown Buenos Aires sind allerdings nicht ergiebig, die Zelte sind entweder blöd oder sehr teuer, meistens beides. Selbes gilt für die Trekkingschuh-Auswahl. Irgendwann vertagen wir das Shopping, ist auch billiger so. Stattdessen gönnen wir uns eine Empanada-Platte.

16 Uhr: wir sind zurück im Apartment. Füße wurden plattgelaufen, viele Dinge wurden gesehen. Später holen wir noch die Wäsche ab, ein Spieleabend rundet den zweiten Tag zu viert dann ab. Bier wird gern in Literflaschen verkauft und ist gut, sympathisches Land 🙂
