vos – du
(in der Region um den Río de la Plata + andere Verbdeklinationen als bei tú 🙄)
vos – du
(in der Region um den Río de la Plata + andere Verbdeklinationen als bei tú 🙄)
Dank der besagten Papageien Mönchsittiche war die Nacht einigermaßen früh vorbei. Aber der frühe Vogel ist als erster im Pool! Bei 36°C Wassertemperatur lässt sich der argentinische Winter auch morgens schon aushalten.
Um 10 ging es auf die Straße gen Uruguay. Kurz getankt (Diesel stabil bei ~52 AR$ hier, also 1.12€), dann übernahm Tine das erste Mal das Steuer:
Es war eigentlich garnicht so schlimm. Man muss sehr gut auf die anderen Autofahrenden achten, aber das muss man bei uns ja eigentlich auch. Aber hier halten sie sich nicht so wirklich an irgendwas. Kann man aber mit kalkulieren und dann kann man sich auch Sachen rausnehmen, die bei uns undenkbar wären. Wie zB einfach mal über den Mittelstreifen der Autobahn zu wenden. 💁
Die Grenze war als Generalprobe für uns gedacht: reicht die „poder de circulacion“ der uruguayischen Notarin aus, um das nicht uns gehörende Auto über Grenzen zu bringen?
Kurz: Nein. Aber wenn gefragt wird ob der Eigentümer dabei ist und er direkt daneben steht kann man den Grenzbeamten natürlich nicht anlügen. Also wurde der Dad-Joker gezogen und wir kamen allesamt mit Auto nach Uruguay rein.
In Uruguay waren die Straßen erheblich besser und die Palmen noch zahlreicher, außerdem ist es permanent leicht hügelig, grün und sehr landwirtschaftlich.
Also wie Schleswig-Holstein (mit Palmen).
Pausenzeit, Frisbeezeit!

Nicht nur wir snackten etwas, auch die hormigas gönnten sich ein paar Leckerbissen:
Die Gesamtstrecke heute betrug > 350 km, inklusive Grenzübergang war das also eine tagesfüllende Sache. Wir kamen also erst zur Dämmerung in einem Nebenstädtchen von Montevideo an. Das Häuschen, welches wir dort gemietet haben, war wirklich nett und erinnert an jeden Dänemarkurlaub jemals: großer Gemeinschaftsraum, schlichte Küche, und Holz, überall Holz! Das haben die Nachbarn auch allesamt mit Hingabe verbrannt, über der ganzen Stadt lag eine Lagerfeuerrauchwolke.
Die Waschmaschine (yeah!) wurde angeschmissen, Essen gekocht und dann ging es relativ zeitig auch schon in die Federn.
Freitag
Unser Gastgeber war ein ausgesprochen freundlicher Herr, der ganz passabel Englisch spricht. Er ist Dr. im Ruhestand und freut sich unverhohlen darüber, dass seine Frau noch arbeiten muss. Da kennen wir doch noch jemanden von der Sorte…

Der Tag war warm und dementsprechend gemütlich: ein kleiner Spaziergang zum Supermarkt, Kaffee, Tee,…

….und im Hintergrund sieht man auch schon die Tagesbeschäftigung: Bus herrichten! 9 Monate Reise hinterließen Spuren, und die anstehenden 3 Monate erfordern sowieso ne andere Nutzung des gegebenen, sehr spärlichen Platzangebotes. Kleine Mängel und Narben hier und da waren und sind außerdem zu beheben. Zum Beispiel war das Dach schwierig zu schließen.

Nix was nicht behebbar wäre!
Damit ging der Tag ganz schön zügig rum. Der letzte Tag zu viert.

Ich bin sehr froh, dass wir diese Anfangszeit mit meinen Eltern hier hatten! Das war sehr schön und hilfreich und ich musste so nicht weitere drei Monate darauf warten, sie nach ihrer Reise wieder in die Arme zu schließen. ♥️
